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Pressemitteilung z. 1. April 2026 | Das Wiesbadener Schisma: Bau des „Nassauischen Ring-Walls“ beschlossen | “We agree to disagree”

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WIESBADEN – Die ersten Konsequenzen aus der Kommunalwahl vom 15. März werden gezogen: Um dem extrem engen Wahlergebnis Rechnung zu tragen, zieht die Stadt die Reißleine. Nach dem extrem auf Autoverkehr fixierten, polarisierenden Wahlkampf scheint es unmöglich, auf Versöhnung und gegenseitiges Verständnis zu setzen. Ab 12 Uhr mittags am 1. April 2026 wird verkehrspolitisch konsequent getrennt und der Kaiser-Friedrich-Ring vertikal geteilt.

Hinweis: Dieses Bild basiert auf einem von uns aufgenommenen Foto und wurde mit Hilfe von Künstlicher Intelligenz (google gemini) bearbeitet.

„Projekt Ring-Wall“: Zwei Welten, eine Mauer

Unter dem Namen „Projekt Ring-Wall“ wird eine drei Meter hohe Barriere mittig über den Ring gezogen. Um Kosten zu sparen, nutzt die Stadt ein historisches Upcycling-Modell: Die Landeshauptstadt kauft Restbestände der Berliner Mauer auf. Der Bau beginnt symbolträchtig mit dem bestehenden Mauerstück, das bisher am Platz der Deutschen Einheit (vor der Elly-Heuss-Schule) stand und nun vor der Ringkirche platziert wird.

Westseite: Das „Freiheits-Reservat V8“

Fahrtrichtung Hauptbahnhof gehört den Fans des Individualverkehrs.

  • Struktur: Alle Gehwege werden durchasphaltiert; es herrscht absoluter Vorrang für Fahrzeuge ab 1,5 Tonnen.
  • Highlight: Eine dreistöckige Hochstraßen-Rampe führt direkt in das neue Parkhaus „St. Auspuff“, das künftig das gesamte Kirchenschiff der Ringkirche einnimmt und für „göttliche Parkplatzgarantie“ sorgt.

Ostseite: Das „Biotop Tram-Paradies“

Fahrtrichtung Dürerplatz wird von Verkehrswende geprägt sein.

  • Struktur: Rasengleis-Idyll und Flüstertram. Autos sind streng verboten, zuwiderhandelnde Fahrer werden mit dreitägigem Vorlesen aus dem Fahrplan der Linie 6 bestraft.
  • Fauna: Dank der neuen Ruhe soll sich die Natur den Asphalt zurückholen: Erste Rehfamilien und eine stolze Alpaka-Herde sollen bereits zeitnah angesiedelt werden.

Checkpoint April in Hessen

Da die Stadtgesellschaft nun physisch getrennt ist, wird auf dem neuen Platz des Kompromisses  (früher die Kreuzung vor der Ringkirche)  künftig als zentraler Übergang der „Checkpoint April“ eingerichtet. Pendler müssen sich hier entscheiden: Ein Übertritt nach Osten erfordert den feierlichen Schwur auf das heilige Rasengleis; wer nach Westen will, muss eine Tankquittung über mindestens 120 Euro, ein Asthma-Attest sowie einen Gehörschutz (Stufe 4) vorweisen.

Der Verein „Wiesbaden neu bewegen e.V.“ begrüßt diesen „baulichen Kompromiss“ als einzige Möglichkeit, den ewigen Wiesbadener Mobilitätskrieg ab 1. April dauerhaft  zu befrieden.

Pressekontakt:

Wiesbaden neu bewegen e.V.

Referat für Mauerschau & Gleisbau-Lyrik

E-Mail: mauerbau@wiesbaden-neu-bewegen.de


Hinweis: Dieser Text ist eine satirische Auseinandersetzung zum 1. April. Ähnlichkeiten mit realen Betonköpfen oder utopischen Träumern sind absolut beabsichtigt.

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