Unter dem Titel „Wiesbaden wählt Verkehrspolitik“ fand am 4. Februar 2026 im Bürgersaal der Hochschule Fresenius ein Parteien-Check zur Kommunalwahl statt. Eingeladen hatten der ADFC Fahrrad-Club Wiesbaden/Rheingau-Taunus gemeinsam mit Wiesbaden neu bewegen e.V., FUSS e.V. und dem VCD. Die Veranstaltung war mit fast 200 Gästen bis auf den letzten Platz gefüllt.
Premiere für Wahl-Arena: unterhaltsam und fair
Der Parteien-Check zur Verkehrspolitik war eine Premiere in Wiesbaden. Statt einer klassischen Podiumsdiskussion setzten die Veranstalter auf ein dynamisches Format, das politische Unterschiede sichtbar machte, ohne die Debatte zu polarisieren. Ein entscheidender Erfolgsfaktor: Ein sichtbarer Timer sorgte dafür, dass der Austausch fair blieb und keine Partei den Abend dominierte. Die Politiker ließen sich geschlossen auf die ungewohnten Formate ein. So gab es unter anderem ein „Geldsack-Szenario“, bei dem jeder Politiker in 45 Sekunden 100 Millionen Euro für ein einziges Mobilitätsprojekt ausgeben durfte, ein Videoeinspieler „Hotspot Hauptbahnhof“ als Realitäts-Check und Diskussionsgrundlage sowie ein „Mobilogramm“, bei dem sich die Politiker körperlich im Raum zu provokanten Thesen positionierten. Zudem konnte das Publikum am Eingang Fragen an die Politiker notieren, die im Rahmen eines „Wähler:innen-Briefkastens“ aufgegriffen wurden.
Wissenschaftlicher Impuls und starke Besetzung
Der Abend wurde moderiert von Dr. Isabella Buck (ADFC Wiesbaden/Rheingau-Taunus). Auf dem Podium standen: Marc Dahlen (CDU), Silas Gottwald (SPD), Daniel Weber (Volt), Daniel Winter (Die Linke), Martin Kraft (Bündnis 90/Die Grünen) und Christian Diers (FDP). Zu Beginn gab Prof. Dr.-Ing. André Bruns von der Hochschule RheinMain einen kurzen wissenschaftlichen Impuls und lenkte den Blick auf die Frage, was konstruktive Verkehrspolitik aus fachlicher Sicht ausmacht.
„Mobilitätssprint“ für fairen Wandel
In seinem Schluss-Plädoyer warb Prof. André Bruns für ein neues „Wiesbadener Modell“ der Verkehrspolitik: „Es ist wichtig, dass die Politik nicht nur über Maßnahmen diskutiert und dann glaubt, Sie wüsste ganz genau, für wen diese Maßnahmen gut sind. Stattdessen wäre es wichtig, in Prozesse zu investieren, wo man direkt mit den Bürgerinnen und Bürgern redet und mit den Unternehmen, die die Mobilität brauchen“, empfahl er den Politikern. „Eine faire Mobilitätspolitik braucht Formate, wo man auch die Interessen der anderen Seite kennenlernen und in gute, nachhaltige Lösungen einbeziehen kann.“
Der gesamte Abend wurde von Videografin Yvonne Schulze gefilmt und ist jetzt auf YouTube als Video-Dokumentation verfügbar:
Bildmaterial zur Veranstaltung: (c) Ollo Keßler





Dies ist eine gemeinsame Pressemitteilung von
- Allgemeiner Deutscher Fahrrad-Club (ADFC) Kreisverband Wiesbaden / Rheingau-Taunus e.V.
- Fuss e.V. – Ortsgruppe Wiesbaden
- Verkehrsclub Deutschland (VCD) Kreisverband Wiesbaden/Rheingau-Taunus e.V.
- Wiesbaden neu bewegen e.V.